Freies Training und Dynamic Parcour

Freies Training und Dynamic Parcour

Der letzte Tag vor dem Start des 24-h-Rennens auf dem Circuit Zolder war für alle Abteilungen lang und anstrengend. Nachdem die Elektrotechnik und das Fahrwerk noch bis in den Morgen an den Wagen gearbeitet haben, rollten beide um neun Uhr morgens für die Testfahrten auf die Strecke. In den folgenden Stunden hatten die Fahrer Zeit sich auf die Strecke einzustellen und ein Gefühl für die Kurven, Schikanen, Steigungen und Gefälle der Strecke zu entwickeln. Ebenso wichtig wie das Gefühl für die Strecke ist dabei, sich an das Funkprotokoll mit der Box sowie die Kommunikation mit

der Rennleitung über getrennte Medien zu gewöhnen. Das von unserer Fahrstrategieabteilung ausgearbeitete Protokoll stellt sicher, dass es während des Rennens keine Missverständnisse zwischen den Fahrern und dem Einsatzteam in der Box gibt, sodass Fahrerwechsel, Batterie-Laden und natürlich das Fahren selbst reibungsfrei nach Plan ablaufen.
Nach der ersten Testrunde, stand um 13.00 Uhr der erste bewertete Teil des Rennens – der Dynamic Parcour – an. Für diesen wurde die Strecke geräumt und an einigen Stellen mit Pylonen einige besondere Fahraufgaben aufgestellt. Ziel für alle Fahrer: diese korrekt bewältigen und dabei die Runde möglichst schnell durchfahren. Aufgrund der in diesem Jahr besonders starken Konkurrenz war die Spannung groß als der Sonnenwagen 1 das Signal zum Start bekam. Da unser erstes Auto von 2017 ein recht breit gebauter Katamaran ist, waren die engen Kurven und Tore eine besondere Herausforderung für den Fahrer. Insbesondere nachdem das belgische Team sich bei einem der Hindernisse um 180° gedreht hatte. Doch der ausgewählte Fahrer durchfuhr die Runde sicher mit einer guten Zeit von 3:56:144. Der Covestro Sonnenwagen, der als viertes von insgesamt 10 Challenger-Solarautos startete, schlug alle zuvor erzielten Rundenzeiten um fast 15 Sekunden und stand damit lange an der Spitze der Rangfolge. Erst ein Solarrennautos des niederländischen Solar Team Twente und TopDutch Solar Racing konnten diese Zeit übertreffen, sodass der Covestro Sonnenwagen den dritten Platz belegte.
Vor der zweiten und letzten Testphase von 19 bis 22 Uhr hatten die Fahrer die Gelegenheit, die Strecke mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu begehen um noch einmal über besonders schwierige Stellen zu diskutieren und generelle Erfahrungen auszutauschen.
Während die Nachtfahrer ihre Runden auf der Strecke drehten und die Fahrstrategie letzte Justierungen an dem Plan für den morgigen Renntag vorgenommen hat, sind nach und nach auch restliche Teammitglieder, die wegen Klausuren noch in Aachen bleiben mussten in Zolder eingetroffen. Damit steht einem erfolgreichen und spannenden Rennen in den kommenden zwei Tagen nichts mehr im Weg und wir alle fiebern dem Start morgen um 13 Uhr in Le Mans-Style entgegen.