Sonnenwagen Aachen in China

Sonnenwagen Aachen in China

Über unsere Social Media Kanäle habt ihr wahrscheinlich schon erfahren, dass eine Gruppe unseres Vereins mit unserem Hauptsponsor Huawei in China war. Das Programm nennt sich „Seeds for the future“. Dort hat unsere Gruppe vor allem die chinesische Kultur kennenlernen dürfen und auch mal hinter die Kulissen geschaut. Erfahrt in unserem heutigen Blog alles über diese spannende Reise.

Chinesisches Essen

Ein riesiges Land, eine vielfältige Esskultur. Wir durften alles ausprobieren, von der berühmten Pekingente über die leckeren Jiaozi bis zu ausgefalleneren Gerichten wie frittierten Wespen. Nachdem man sich an die chinesische Würzart gewöhnt hat: ein geschmackliches Abenteuer sondergleichen. Nach wenigen Tagen waren alle von uns vom Essen begeistert, super lecker!

China exchange - food

China exchange - food

Sightseeing in China

Die ersten zwei Tage haben wir Power-Sightseeing gemacht und uns u.a. die verbotene Stadt, den Platz des himmlischen Friedens, den Lama Tempel und die chinesische Mauer angeschaut.

In der verbotenen Stadt kamen scheinbar viele chinesische Reisegruppen aus ländlichen Gebieten. Wir wurden förmlich belagert von Leuten, die mit uns Selfies machen wollten. “Sind wir hier die Attraktion oder die verbotene Stadt?”, fragten wir uns das ein ums andere Mal. Wir haben es mit einem Augenzwinkern hingenommen und selbst angefangen Selfies, von den mit-uns-Selfies-machenden Chinesen zu schießen.

China exchange - the great wall China exchange - temple

China exchange - temple China exchange - temple

Ein Land der Extreme

Gigantische, pompöse und dicht an dicht stehende, ja, schon einander die Show stehlende Bauwerke prägen das Stadtbild in China. Direkt daneben Menschen, die in der Stadt das Altpapier sammeln und für Centbeträge zu Recyclingstationen am Stadtrand bringen. Superreiche direkt neben sehr armen Menschen: möglich im “Kommunismus chinesischer Prägung”. Was jedoch nicht zu übersehen ist, ist, dass sich das Land rasant entwickelt und der Wohlstand der Bevölkerung, zumindest in Peking, schnell steigt.

Sprach- und Kulturkurs

Unter der Woche haben wir den Vor- und Nachmittag damit verbracht, Chinesisch zu lernen. Gar nicht so einfach, wenn ein Wort mit identischer Schreibweise, je nach Betonung, vier komplett verschiedene Bedeutungen haben kann. Aufgelockert wurde das Ganze von verschiedenen chinesischen Kinderliedern, die wir mit großem Spaß gesungen und getanzt haben. 😉

Neben dem Lernen der Sprache, haben wir Einblicke in die Kultur bekommen. Wir besuchten einen Kalligrafie- und einen Malkurs  und konnten einen Nachmittag mit chinesischen Deutschstudenten verbringen. In interessanten Gesprächen hatten wir die Gelegenheit einander näher kennenzulernen. Als wir stolz erzählten, dass wir Tags zuvor frittierte Maden und Wespen probiert hatten und dafür nur verständnislose Blicke ernteten, war das Eis direkt gebrochen. So vielfältig die Küche in China ist, so unterschiedlich sind auch die Geschmäcker der Chinesen. Es ist dementsprechend nicht an der Tagesordnung, dass jeder frittierte Insekten, Quallen, Entenzungen, Skorpione oder dergleichen gerne isst. Auch ist es ein Gerücht, dass in China noch verbreitet Katzen- und Hundefleisch gegessen wird. In weiten Teilen Chinas ist dies verpönt und nicht auf der Speisekarte zu finden. Lediglich in einigen wenigen Provinzen gilt das noch als Delikatesse.

 

Treffen mit dem BWSC-Team des Beijing Institute of Technology

Eines der Highlights der Woche war für uns das Treffen mit Teammitgliedern und dem leitenden Professor des Bridgestone World Solar Challenge Teams aus Peking, welches bereits zweimal an der Challenge teilgenommen hatte. Nach einer Besichtigung ihrer Werkstatt und ihres Campus, tauschten wir noch Erfahrungen aus. Wir stellten unser Projekt vor und erklärten, wie wir dazu kamen ein neues Team in Deutschland aufzubauen. Danach erklärte Prof. Zhang Youtong sein Fahrzeug Konzept und ihre Herangehensweise an die ingenieurwissenschaftlichen Probleme im Detail. Wir sammelten wertvolle “Hands-on”-Erfahrungen, insbesondere was die Ersatzteilestrategie anging. Wir waren beeindruckt, wie das Team es trotz widriger Bedingungen geschafft hatte, ein Solarfahrzeug zu bauen. Wir drücken die Daumen, dass es auch dieses Jahr wieder klappt!

China exchange - with the BWSC Team from Beijing China exchange - with the BWSC Team from Beijing

Diskussion in der Botschaft

Ein weiteres Highlight war für uns der Besuch in der Deutschen Botschaft in Beijing. Wir diskutierten mit dem Gesandten der Deutschen Wirtschaft und dem Leiter der Wirtschaftsabteilung über die aktuellen Bedingungen, unter denen deutsche Unternehmen in China agieren müssen. Bei einer freien Marktwirtschaft mit uneingeschränkter Rechtsstaatlichkeit, so wie wir sie hier kennen, ist das fernöstliche Land noch nicht angekommen. Wir hoffen, dass die rasante Entwicklung Chinas auch in diesen Bereichen ankommt und mehr unternehmerische Sicherheit und Gleichberechtigung für ausländische Unternehmen schaffen wird.

China exchange - In Front of the german embassy

Fazit zum China Austausch

Wir sind begeistert, mal hinter die Fassaden eines so vielfältigen Landes blicken zu können.

Wir sind sehr dankbar, dass Huawei uns diesen Besuch ermöglicht hat und uns damit die Chance gegeben hat, die chinesische Kultur kennenzulernen. Eine Zeit, an die wir noch sehr lange, sehr positiv zurückdenken werden!