Vorstellungen der „Aerodynamik“

Vorstellungen der „Aerodynamik“

Jonas Padberg ist seit Anfang des Jahres neuer Leiter der Aerodynamik-Abteilung. Zum Beginn der Entwicklungsphase haben wir ein Interview mit ihm geführt und ihn gefragt

Hallo Jonas, erzähl uns doch mal kurz von dir und wie du zu Sonnenwagen gekommen bist?

Ich bin Jonas, 22 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Sauerland. Mittlerweile studiere ich Maschinenbau im 6. Semester und bin damit echt happy! Von Sonnenwagen habe ich schon relativ früh im Studium erfahren. Letztes Jahr während und nach dem Roll-out hat mich dann ziemlich die Begeisterung gepackt und ich habe dann aus Deutschland sehr genau verfolgt, was alles in Australien passiert ist. Danach wollte ich auch unbedingt mitmachen und bin zum Glück jetzt auch dabei.

Aerodynamik ist nicht unbedingt jedem ein Begriff, kannst du kurz erklären, was darunter zu verstehen ist?

In der Aerodynamik geht es darum, den Widerstand des Fahrzeugs, dieser besteht bei hohen Geschwindigkeiten zum größten Teil aus dem Luftwiderstand, zu minimieren.

Mit dem Ende der World Solar Challenge und dem anschließenden Rekrutieren eines neuen Teams sind wir jetzt im Beginn der Entwicklung des nächsten Sonnenwagens. Was sind dabei die Aufgaben deiner Abteilung?

Die Aufgabe der Aerodynamikabteilung ist es, das Design des nächsten Fahrzeugs zu bestimmen. Hier achten wir natürlich auf mehrere Dinge, wie z.B. Stabilität und Luftwiderstand. Ganz eng müssen wir hier auch mit den anderen Abteilungen kommunizieren, da ja sehr viel Technik im Sonnenwagen verbaut wird und dies auch alles passen muss. Das wird alles im Design berücksichtigt und abgesprochen. Um realitätsnahe Aussagen treffen zu können, ohne das Design immer haptisch vor Augen zu haben, konstruieren wir dies vorab in CAD und simulieren dies anschließend.

Der Sonnenwagen ist fertig entwickelt und die Fertigungsphase beginnt. Seid ihr dann fertig?

Zum Glück nicht! Es gibt kleinere Projekte, die wir erst nach dem fertigen Design der Außenhülle angehen werden. Hierzu gehören als Beispiel auch die Radkästen. Darüber hinaus ist in der Fertigung des Fahrzeugs jeder gefragt, damit wir dann auch mit dem fertigen Fahrzeug vor der WSC in den Windkanal können.

Worauf freust du dich am meisten in der Saison?

Ich freue mich sehr darauf, das Design des Fahrzeugs fertig zu haben und dieses dann auch wirklich zeitnah direkt zu fertigen. Ich denke eine solch schnelle Umsetzung gibt es in sehr wenigen Projekten. Außerdem glaube ich, dass die Fertigung auch sehr interessant wird, weil man dort viel lernt und das Team nochmals besser kennenlernt. Natürlich freue ich mich auch sehr auf die gesamte Zeit in Australien und schließlich auf das Rennen!